Erfahrene Jodelfest-Besucher sagten über Reigoldswil: „So ein schön geschmücktes Dorf und so viele liebevolle Beizen im Jodeldorf hat es schon lange nicht mehr gegeben.“
Das 33. Nordwestdeutsche Jodelfest hat jedenfalls auch in der festlich geschmückten Kirche zu Reigoldswil den Ausnahmezustand eingeläutet – das Geläut war stummgestellt zu Gunsten der vielen musikalischen Darbietungen bei strahlendem Wetter und guter Stimmung in den vorbereiteten Festlokalen, im Jodlerdorf und im Freien. Einsingen war im Pfarrhof und im Pfarrgarten, wo auf gemähter Wiese so manches Foto vor blühenden Rosen und Lilien entstand.
Den ganzen Samstag sammelten sich Zuhörerinnen und Zuschauer mit und ohne Trachten für freie Vorträge aller drei Disziplinen in der Kirche, jedoch anders als in Aula und Turnhallen oder auf dem Tennisplatz ganz ohne Wettbewerb: Fahnenschwingen einer 12-Jährigen, Jodeln und Alphörner erfreuten Auge und Ohr junger und alter Menschen in der festlich geschmückten Kirche.
Auch am Sonntag zum ökumenischen Kurzgottesdienst um 9 Uhr war das Gotteshaus voll mit Gästen aus Nah und fern. Noch vor dem Festakt erklangen vor und in der Kirche drei Alphörner aus Neuhaus, die Gemeinde sang „Großer Gott wir loben dich“ mit Orgel- und Alphornbegleitung der Pfarrerin.
Und 4 junge Sängerinnen des frisch gegründeten Vogelchors liessen ihre Stimmen von der Kanzel, vom Taufstein und vom Abendmahlstisch aus erklingen. Zum Abschluss gab es sogar einen Tanz: der Kinderchor mit der ganzen Gemeinde sang und tanzte zu „Hewenu Schalom alechem“ durch die ganze Kirche.
Dorothee Löhr






